Newsletter #40

12. August 2008

betr. kulturpolitik für europa

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Die Kulturpolitische Gesellschaft informiert:

2008 ist das Europäische Jahr des Interkulturellen Dialogs - 2009 das Europäische Jahr zur Förderung der Beziehung zwischen Kreativität, Kultur und Bildung ! Vom 3. bis 5. September findet in Dortmund der internationale Kongress „Vielfalt verbindet/Diversity united“ statt. Er beschäftigt sich mit Erfahrungen, Konzepten und Perspektiven der „Interkulturellen Arbeit in europäischen Städten“. Mehr hier[Internal]

„Für die Arbeit menschlicher Identitätsbildung ist Geschichte – historisches Denken als Prozess von Erinnerung und Vergessen, von Eigengedenken und Verdrängen – das wichtigste kulturelle Medium.“, schreibt der Historiker Jörn Rüsen. „Man kann konstatieren: Identität ist eine in uns wirksame Geschichte, die uns sagt, wer wir sind. Diese Geschichte müssen wir uns und den anderen, mit denen wir zusammenleben, aber auch den anderen, von denen wir uns unterscheiden, dauernd erzählen. Wir müssen sie auch immer wieder neu erzählen, da sich die Umstände unseres Lebens und damit unsere Bezüglichkeit zu anderen und zu uns selbst dauernd verändern.“

Im Gespräch: Sabine Frank

Seit April 2008 gibt es in Europa eine EFAH weniger: die European Federation against Hunting (EFAH) bleibt, was sie ist. Das European Forum for the Arts and Heritage, eine der ersten und größten kulturpolitischen Zusammenschlüsse auf EU-Ebene, hat sich zur Culture Action Europe (CAE)gewandelt. Sabine Frank, Deputy Secretary-General von CAE: „Der Namenswechsel signalisiert keine revolutionäre Umwälzung, sondern spiegelt die Entwicklung unserer Organisation wider. Wir wollen damit ein Profil unterstreichen, das wir bereits haben. Der alte Name hat den Begriff des Forums verwandt. Das lässt einen eher an einen Debattierklub denken. Bei uns geht es auch um Debatten und den Austausch von Argumenten, aber unsere Haupttätigkeit ist die der Interessensvertretung. Wir sind eine Lobby-Organisation auf dem politischen europäischen Parkett.“ Mehr hier[Internal]

Zukunft = Interkultur

Für Mark Terkessidis steht „Interkultur“ für die Zukunft der Gesellschaft, in Deutschland wie in Europa. Die EU hat 2009 zum Jahr des interkulturellen Dialogs ausgerufen. Noch ist unklar, was dabei herauskommen wird, doch für Deutschland lässt sich bereits sagen, dass die Debatte hinterher hinkt. Terkessidis: „Das zeigt nicht zuletzt der Abschlussbericht der Enquete-Kommission ‚Kultur in Deutschland’. Interkultur wird in dem fast 500seitigen Report in einem Abschnitt von wenigen Seiten behandelt. Und beim Lesen wird deutlich, wie wenig die Kommission verstanden hat.“ Mehr hier[Internal]

PROXIMITYEXCELLENCE

Der europäische interkulturelle Dialog wird vor allem in den großen Städten vorangetrieben – mit unterschiedlichen Konzepten. In Barcelona ist er Teil des Strategic Plan for Culture. Die katalanische Metropole hat ihre Kulturpolitik unter das Motto PROXIMITYEXCELLENCE gestellt – der Slogan setzt sich aus den Worten proximity/proximidad und excellence/excelencia zusammen und steht für ein doppeltes Ziel. Mehr hier[Internal]

Defizite und Koordinierung

Mit der Europäischen Kulturagenda und der damit verbundenen Offenen Methode der Koordinierung (OMK) hat die Diskussion über Good Governance auch die europäische Kulturpolitik erreicht. Die Europäische Kulturagenda hat nicht nur die Bedeutung der Kultur(politik) für die Europäische Gemeinschaft unterstrichen, sondern in diesem Politikfeld zugleich auch eine neue Form der politischen Partnerschaft zwischen Mitgliedsstaaten, EU-Kommission und Vertretern der Zivilgesellschaft installiert. Auch wenn die OMK in vielen Politikfeldern der EU zum Einsatz kommt, bleibt diese Form der europäischen Entscheidungsfindung umstritten, meint Sandra Kröger. Mehr hier[Internal]

Menschen in Europa

Ilija Trojanow, Schriftsteller (Wien), Prof. Viola B. Georgie, Freie Universität Berlin, Mark Terkessidis, Publizist (Köln/Berlin) und Jörg Stüdemann, Kulturdezernent (Dortmund), gehören zu den Referenten des „2. Bundesfachkongress Interkultur - Kulturelle Vielfalt und Teilhabe“, der von 20. – 22.Oktober 2008 in Nürnberg stattfindet. Der Kongress versteht sich als ein Beitrag zum „Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs" und wird sich mit den integrations- und kulturpolitischen Entwicklungen der letzten Jahre befassen. Thomas Hammarberg, der Menschenrechtskommissar des Europarats, hat Italien in Sachen Immigration/Sinti und Roma besucht.  aufgerufen. Fritz Scharpf befürchtet eine "Radikalisierung der Binnenmarktintegration" mit negativen Folgen für die europäischen Sozialstaaten. Kenan Malik findet, dass der größte westliche Exportschlager nicht Disney, Starbucks oder Tom Cruise ist, sondern die Idee der Existenz lokaler Kulturen: Mehr hier[Internal]

Das KULTUR-Programm der EU ist nicht die einzige Möglichkeit der europäischen Kulturförderung. Da Kultur ein gesellschaftliches Querschnittsthema ist, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Kulturprojekte können von anderen EU-Programmen profitieren, wenn sie deren Zielen entsprechen. Schauen Sie sich um: hier und hier

Hangingaround/HeimatQuartier ist ein von der EU gefördertes europäisches Kunstprojekt und dem Müßiggang auf der Spur. Mehr zum Projekt hier[Internal]

 

 

 

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